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Ganz in Weiss
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Nicht erst seit Roy Black Foto Roy Blacksein "Ganz in Weiss" in´s Mikrofon hauchte, ist das weiße Brautkleid aus unserer Vorstellung von einer Hochzeit nicht mehr wegzudenken. Selbst jene Bräute, die für Ihren kreativen modischen Geschmack bekannt sind, kommen an dieser über 1500 Jahre alten Tradition kaum vorbei. Der weiße Schleier ist als Symbol der Reinheit bereits seit dem 4. Jahrhundert nachgewiesen. Im Mittelalter blieb es jedoch vornehmlich den besten Kreisen des Adels vorbehalten, in Weiss zu heiraten.Im Laufe des 19. Jahrhunderts richtete sich zunächst das städtische Bürgertum nach dem Vorbild der höfischen Hochzeitskleider, bevor sich die Neuerung nur ganz allmählich auch auf dem Land durchsetzte. Richtig etabliert hat sich das weiße Kleid auch in einfacheren Kreisen jedoch erst relativ spät, etwa seit den 40er Jahren.
Bis zum 2. Weltkrieg war ein schwarzes Brautkleid durchaus üblich. Vor allem in Kreisen der Arbeiter und Kleinbürger sowie in ländlichen Gebieten heiratete die Braut vor zwei bis drei Generationen noch in Schwarz. Eine eigenständige Brautmode gab es nicht. Die Hochzeitskleidung entsprach der allgemeinen schwarzen Festkleidung, die den Anlässen entsprechend abgewandelt wurde.

 
Accessoires wie Brautkrone und Brautkranz, später der weiße Schleier, akzentuierten das schwarze hochgeschlossene Kleid der Braut hochzeitlich.  Es wurde jedoch häufig anläßlich der Hochzeit neu angeschafft und diente nach dem Hochzeitstag als Sonntagsstaat und Festgewand. Heute scheut das Hochzeitspaar jedoch in der Regel weder Kosten noch Mühen für den einmaligen Auftritt der Braut in Weiß.
Entscheidend für den Wandel vom schwarzen zum weißen Kleid ist die Symbolhaftigkeit der Farbe Weiß. Das weiße Brautkleid steht zum Zeichen der Unschuld und Reinheit der Braut. Ebenso wie der weiße Schleier entspricht es dem Keuschheitsgebot der Kirche. Brautkrone und Brautkranz erfüllen die gleiche Sinnbildfunktion. Waren schon vorher Kränze aus Blumen und Zweigen üblich, begannen sich Kronen im späten Mittelalter zu verbreiten. Als Kopfschmuck der Braut wurden sie nun in Anlehnung an Kranz oder Krone Mariens als Zeichen der jungfräulichen Reinheit gedeutet. In diesem religiösen Zusammenhang verliert die Krone ihre ursprüngliche Bedeutung als Herrschaftssymbol. Eine sehr frühe Bezeichnung der Brautkrone ist auch Marienkrone.
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