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Für die wichtigsten Tage im Leben 
Mit der Hochzeit sind viele 
alte Bräuche verbunden:
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Altes, Blaues, Geliehenes, Neues
Traditionell trägt die Braut an ihrem Hochzeitstag etwas Altes, etwas Neues, etwas Blaues und etwas Geliehenes, was eine glückliche Zukunft versprechen soll.
Brautstrauß, böse Geister, klappernde Dosen, Schwellenangst 
Die klappernden Dosen und die alten Schuhe, die am Wagen des Brautpaares befestigt werden, haben auch ihre Bedeutung: Die Schuhe sollen die Armut verbannen, die Dosen die bösen Geister vertreiben. Heute wird dieser Brauch sehr oft durch ein Hupkonzert des Autokonvois übernommen.
Für den Fall, daß dennoch einige böse Geister gefolgt sind, wird ein sehr bekannter Trick angewandt: Führt der Bräutigam seine Frau in die neue Wohnung, trägt er sie über die Schwelle. Dadurch sollen die bösen Geister die Spur der Braut verlieren. 
In den USA wird der Wagen des Brautpaares mit einem Kranz von Orangenblüten geschmückt. Nach der Trauung stehen das Brautpaar und die beiden Elternpaare im Vorraum der Kirche, um von den vorbeiziehenden Hochzeitsgästen Küsse entgegenzunehmen. Dabei wird über das Brautpaar Konfetti gestreut.
Oft wurden in den Brautstrauß bestimmte Kräuter oder auch rote Bänder gewunden. Die rote Farbe sollte die dunklen Mächte fernhalten. In anderen Gegenden trug die Braut ein rotes Band um den Hals. Oder die Brautjungfern trugen ähnliche Kleidung wie die Braut, damit diese nicht von den Geistern auf Anhieb erkannt wurde.
Den Brautstrauß wirft die Braut nach der Trauung, meist nach der kirchlichen, in die Runde der unverheirateten weiblichen Gäste. Diejenige, die ihn auffängt, soll die nächste Braut  sein.
Entführung und Freikauf
Die Entführung der Braut ist ein Brauch, der heute eine Renaissance erlebt: Ein Freund des Bräutigams entführt die Braut und zieht mit ihr ins nächste Gasthaus, wo der Bräutigam seine Auserwählte mit ein paar Runden freikaufen muß. Oft wird aber gerade dieser Brauch berechtigterweise auch als Störung der Feierlichkeiten empfunden.
Aus Luxemburg kommt der Brauch, daß Kinder vor dem Kirchenportal, wenn die Hochzeitsgesellschaft nach der Trauung herauskommt, "das Bändchen halten". Es wird ein Band gespannt, das vor jedem Paar erst dann gesenkt wird, wenn der Mann genügend Geld gestiftet hat. Eine Abwandlung, vor allem in ländlichen Gegenden Deutschlands sieht so aus, daß Freunde des Bräutigams vor der Kirche ein Seil spannen und dem Brautpaar so den Weg ins gemeinsame Leben versperren. Der Bräutigam muß sich zuerst von seinen Jugendsünden freikaufen (z.B. mit einem Fäßchen Bier), dann fällt das Seil.
Fruchtbares Reiskorn, Sägen und Schneiden
Ein altes Symbol für Fruchtbarkeit und Glück ist in England seit eh und je das Streuen von Reis über das davonfahrende Brautpaar. Bei uns ist dies eher beim Verlassen der Kirche oder des Standesamtes üblich. Man sollte allerdings vorher klären, ob dies wegen eventueller Verletzungsgefahr und Verunreinigung (Standesamt) oder Verschwendung von Lebensmitteln (Kirche) erlaubt ist.
Der Kinderwunsch wird oft noch durch entprechende Symbole unterstützt. Ein Kinderwagen wird aufs Dach des Hauses gehievt und am Schornstein befestigt, oder Wäscheleinen mit Babywäsche verzieren das Haus. 
In ländlichen Gebieten vor allem Süddeutschlands sägen Braut und Bräutigam gemeinsam einen Baumstamm durch,- als Zeichen für künftiges gemeinsames Handeln. Oder man schneidet sich mit Nagelscheren durche ein Herz, das auf ein Bettlaken gemalt wurde. Die gleiche Symbolik liegt übrigens auch dem gemeinsamen Anschneiden der Hochzeitstorte zugrunde.
Päckchen verschicken und Präsente für die Gäste
Der frühere Brauch des "Brauteinkaufens" stammt aus der Schweiz und wurde heute so abgewandelt:
Beim Polterabend oder während der Hochzeit werden an die Gäste Zettel verteilt mit verschiedenen kleinen Dingen des täglichen Lebens, die sie versenden sollen: Zahncreme, Nudeln, Schokolade etc. 
Jeder Gast soll nun zu seinem bestimmten Termin ohne Absender (Absender ist der Verein für bedürftige Brautpaare) ein möglichst großes Päckchen an das Brautpaar schicken. So erhält das Paar fast täglich Post oder muß Pakete holen. Oft bekommt das Brautpaar so bis zu zwei Monate lang täglich Päckchen.
Umgekehrt werden oft auch Präsente an die Hochzeitsgäste verteilt. Beispielsweise werden zur Hochzeitstorte Kuchengabeln serviert, in die die Namen der Brautleute sowie das Datum der Hochzeit eingraviert wurden und die den Gästen mitgegeben werden. So hat jeder Gast von der Hochzeit eine bleibende Erinnerung.
Polterabend
Der Polterabend ist der Abschied vom Junggesellen- bzw. Singledasein. Je mehr Pölte, je mehr Glück, heißt eine alte Volksweisheit. Poltern, viel Lärm und Geschrei, soll die bösen Geister vertreiben, die das junge Glück eventuell zerstören wollen. Früher vermummten sich daher sogar die Polterer, um von den Geistern nicht erkannt zu werden. In manchen Gegenden heißt der Polterabend auch "Hühnerabend". Die Brautleute erhielten jede Menge Federvieh geschenkt, das Geschnatter der Tiere vertrieb die Geister und außerdem sorgten die Hühner für eine kräftige Hochzeitssuppe. Heute muß leider oft ermahnt werden, nur mit Porzellan, Steingut oder Keramik zu poltern. Keinesfalls mit Glas, denn das bringt Unglück. Eine Unart manches Polterabends ist es auch Sägespäne, Toilettenpapier und ähnliches zu verteilen. Dies hat mit „Poltern“ nichts mehr zu tun, sondern hinterläßt oft wochenlang nur Dreck. Daher wird statt des Polterabends oft nur ein "Umtrunk" gefeiert. Schade eigentlich!
Schleiertanz
Beliebt ist auch heute noch der Schleiertanz. Beim letzten Tanz versuchen die Freundinnen der Braut, ein Stück vom Schleier zu erwischen und abzureißen. Wem das gelingt, ist nach altem Aberglauben die nächste Braut. 
Die für die Braut angenehmere Variante funktioniert so, daß das Brautpaar ziemlich zum Ende der Feier unter dem Brautschleier oder einem Tuch zu tanzen beginnt. Der Schleier wird von den Trauzeugen gehalten. Jeder, der auch einmal mit der Braut tanzen möchte, muß ein wenig Geld in den Schleier werfen und kann dann den Tanzpartner ablösen.
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